Unser kompletter Reisebericht zur Rundreise – 18 Tage in Sri Lanka
Inhaltsverzeichnis
Anreise von Wien nach Sri Lanka
Tauchen in Weligama und Ausflug nach Mirissa
Erster Tauchgang und Hotelwechsel nach Mirissa
Ausflug nach Galle Fort
Surfen in Weligama
Von Mirissa nach Tangalle
Der Dickwella Tempel und Tangalle
Ein Tag in Tangalle
Unterkünfte direkt am Strand
Udawalawe National Park und Schildkröten Zucht
Hill Country – das Hochland und die Anreise zum Adams Peak
Der Aufstieg zum Adams Peak
Coming Soon:
Von Nuwara Eliya nach Ella
Die Pedro Tee Fabrik – Nuwara Eliya
Von Nuwara Eliya nach Bentota
Bentota Beach und Surfen in Bentota
Katamaran Ausflug in Bentota
Vorwort:
So wie viele von euch hatten wir schon einiges von Sri Lanka gehört und dachten uns jetzt wird es endlich mal Zeit sich dieses Land auch anzusehen. Schon mal ein kleiner Spoiler vorweg, wir waren schwer begeistert von diesem wunderschönen Land das alles bietet was unser Urlauberherz begehrt. Und falls ihr mal Booking.com ausprobieren wollt, hier unser Partnerlink mit dem ihr 15€ gutgeschrieben bekommt nach der ersten Buchung.*
Hier noch ein paar Links zu unsere Tipps Seiten zu Sri Lanka:
Transport:
Anreise von Wien nach Sri Lanka
Unseren Flug von Wien nach Colombo haben wir ca 2 1/2 Monate (ca. Oktober-November) vor unsere Abreise gebucht und waren mit 600€ für Hin+Rückflüg noch recht gut dabei. Wenn man aber noch ein bisschen früher dran ist und ca. 3 Monate vorher bucht, sollten sich 520-550€ auch schon ausgehen.
Im Jänner 2015 gab es noch keinen Direktflug nach Colombo also war für uns die beste Variante der Umstieg in Rom. Dorthin ging es mit der Air Italia, die ich mal als solide bezeichne, nicht gut aber auch nicht schlecht.
SriLankan Airlines
Den zweiten Teil der Anreise traten wir dann von Rom nach Colombo mit der Air Srilanka an. Im Endeffekt war die Qualität der Airline genau wie sie auf diversen Plattformen wie Airlinequlality website beschrieben ist.
Das Unterhaltungssystem war wirklich schlecht obwohl die Film Auswahl eigentlich gut war. Leider war es nicht nutzbar dar die Streifen auf dem 80er Jahre Bildschirm ziemlich Kopfschmerzen bei mir auslösten. Also falls ihr einen anderen Fluganbieter findet dann klar unsere Empfehlung, Finger weg von Air SriLanka.
Reisepass Visum Probleme Sri Lanka
Für das Visum kann (muss) man online im Vorfeld eine „Electronic Travel Authorization“ ausfüllen. Diese gibts auf der offiziellen SriLanka Regierungsseite. Zusätzlich muss man noch 30$ pro Person bezahlen und das sollte es dann gewesen sein. Unglücklicherweise ist das Eingabeformular nicht so richtig gut programmiert auf der Webseite. Es gab keinen Hinweis ob man das P- vor der Passnummer (bei neueren Pässen, das „U“) auch eintragen soll oder nicht. Jedoch haben die Grenzbeamten dann unsere Passnummern nicht bei ihnen im System gefunden, da sie anscheinend immer die volle Nummer inklusive P-xxxx eingegeben haben. Also unser Tipp, im Formular die Nummer inklusive dem P- (bzw. „U-„) reinschreiben.
Am Flughafen von Colombo gibts dann gleich mal den ersten Hauch von drückender Hitze. Hier haben wir uns zu Beginn der Reise den Luxus gegönnt und eine Taxi zu unsere Unterkunft nach Weligama im Vorfeld gebucht. Diese Luxusoption ist eigentlich eine ganz gute Variante wenn man einen 10h Flug hinter sich hat, da man sich sonst etwas übermüdet durch die Stadt kämpfen muss.
Der erste Kontakt mit den Verkehrsbedingungen in Sri Lanka ist etwas beängstigend, aber nach ein paar Tagen gewöhnt man sich an die etwas eigenen Fahrgewohnheiten der Inselbewohner. Das Hupen an sich scheint ein bestimmte Kommunikationsform zu sein die ich nicht ganz durschauen konnte. Ich denke 5-30 x Hupen pro Minute sind keine Seltenheit. Aber nach 2h Fahrt kamen wir in unserer Unterkunft dem Castle Bay Resort in Weligama an. Dafür gibt es klar einen Daumen nach unten von (mehr dazu in den nächsten Tagen), aber es war die näheste Unterkunft zu unsere Tauchschule.
Wenn ihr vorhabt auch in Weligama zu bleiben, dann ist es wohl besser eine andere Unterkunft als wir auszuwählen. Hier mal ein Überblick. Am Besten ist einen Unterkunft nahe zum Marktplatz und den größeren Geschäften da hier auch der beste Strandabschnitt (inkl. Surfschulen) in der Nähe ist. Als wir dort waren (Feb. 2015) wurde gerade ein Riesenhotelkomplex gebaut am Ende des Strandes, der wird wohl mittlerweile schon fertig sein.
Bei unserem ersten Spaziergang Richtung Weligama (Stadt) Dorfzentrum sind wir ca. 1,5 km marschiert neben der Straße. Dabei bleibt so gut wie jedes Tuk Tuk stehen um einen zu fragen ob man nicht mitfahren will, aber bei unserer ersten Erkundung wollten wir mal zu Fuß die Gegend erkundschaften. Am Strand sahen wir dann schon dich aneinander gereiht ca. 10 Surf Hütten mit Equipment und einige Strandbars. Eine davon wurde gleich als unser Favorit auserkoren, da sie praktisch einen 1.Stock hatte und man noch eine etwas bessere Aussicht auf den Beach Break inkl. Surfaction hat.
Der Sonnenuntergang an diesem ersten Tag spielte gleich mal alle Stückln und zeigte Sri Lanka gleich mal von seiner besten Seite.
_______
Tauchen in Weligama und Ausflug nach Mirissa – Sri Lanka
Unser Plan war es auf Sri Lanka auch unseren ersten PADI Open Water Diver Kurs zu machen. Dazu wurde das Weligama Bay Dive Center auserkoren. Der Masterplan war auch noch sich ein Hotel möglichst nahe zur Tauchschule auszusuchen um möglichst flott dort zu sein. In der Theorie eigentlich ein recht guter Plan, jedoch empfehle ich sich das Gelände auch mal ganz genau auf Google Earth oder Google Maps anzusehen, da wir dann doch ein bisschen ab vom Schuss und direkt neben einer Hauptstrasse waren. Da es in Sri Lanka aber nicht so ganz genau genommen wird mit Reservierungen (zumindest in unserer Tauchschule) wurden wir gleich mal verwiesen auf den Nachmittag. Da wir ja noch gut gelaunt waren, war das kein Problem für und und wir dachten, ok, dann schauen wir uns doch mal den Strand von Weligama an und vielleicht auch gleich einen Sprung zum nächsten Städtchen Mirissa um auch dort den Strand zu sehen.
Mirissa
Mirissa ist ca. 3-4 km entfern von Weligama und mit dem Tuk Tuk zahlt man ca. 300 Rupien (ca. 2 €).
Der Strand war einfach unglaublich und entlockte uns ein „shhhhiiiiiiid“ warum sind wir eigentlich nicht gleich hier abgestiegen???
Falls ihr noch überlegt, wir geben eine klare Empfehlung zugunsten von Mirissa.
Wir machten mal einen kleinen Spaziergang und wie es sich für den Westeuropäischen Winterurlauber gehört hab ich mir nach 10 Minuten in der Sonne gleich mal den ersten Sonnenbrand geholt. Doch zur Belohnung gab es dort gleich am Stand unsere heißgeliebten King Coconuts um 50 Rupien und Ananas Stückchen um 200 Rupien. Eine Wucht. Dieser Fruchtigkeit war einfach nicht zu fassen 🙂
Gallerie Mirissa Strand
_____
Erster Tauchgang und Hotelwechsel nach Mirissa
Wir haben unsere Unterkunft primäre nach der Nähe zur Tauchschule gewählt. Jedoch stellte sich die Wahl schon nach der ersten Nacht als großer Fehler heraus. Leider lag das Hotel direkt an der meist befahrenen Straße und auch noch an der Kurve wo es in Sri Lanka anscheinend auch Brauch ist gleich mal „vorzuhupen“ um sich bemerkbar zu machen. Die Autos und ihre Hupen wären eventuell noch verschmerzbar gewesen aber die Busse rissen uns regelmäßig aus dem Schlaf. Und nach 2 Nächten ohne viel Schlaf hatten wir genug.
Unser Entscheidungsprozess für eine andere Unterkunft wurde auch noch beschleunigt, da wir Mirssa jetzt schon gesehen hatten und den Strand noch schöner fanden als in Weligama. Also haben wir nach unserer Tauchstunde gleich mal ein paar Bed & Breakfasts ausgecheckt in Mirissa und gleich eines davon gebucht, das möglichst weit von der Hauptstrasse entfernt war. Man lernt ja aus seinen Fehlern 🙂 Schwieriger war es dann schon den Besitzer unserer eigentlichen Unterkunft davon zu überzeugen uns vielleicht nicht die gebuchten 5 Tage zu verrechnen wenn wir nach 2 Tagen schon gehen. Leider war er nicht sehr kooperativ und konnte nicht einsehen dass es viel zu laut ist zum Schlafen. Daher Finger weg von diesem Hotel.
Da es erstens viel zu laut ist dort gleich neben der Straße und zweitens der Hotelbetreiber auch sehr aggressiv wurde als wir auschecken wollten und drittens wir trotzdem die vollen 5 Tagen zahlen mussten obwohl wir nur 2 Tage dort waren.
Wie schon erwähnt, auch wenn ihr vielleicht in Weligama surfen wollt, empfehlen wir in Mirissa zu übernachten da es nur 15 min per Tuk Tuk entfernt ist und doch um einiges schöner. Unterkünfte Mirissa..
Mirissa bei Nacht
Mirissa bei Tageslicht habt ihr ja schon gesehen. Auch bei Nacht offenbart sich hier einiges mehr an Programm als in Weligama. Das größte Problem an dem Strand in Weligama ist wohl, dass er direkt an der Straße liegt und daher fast kein Platz ist für Beach Bars und Restaurants. In Mirissa hingegen ist der Strand viel breiter und bietet daher Platz für Hotels, Restaurants und Bars direkt am Strand.
Wir waren überglücklich endlich im richtigen Urlaubsparadies angekommen zu sein. Unsere neue Unterkunft war auch um einiges netter, gleich beim Empfang mit einem kalten Handtuch um das Gesicht zu reinigen (Ayurveda Style) und einem superleckeren frischen Frucht Smoothie. Sogar das Internet war halbwegs funktionstüchtig auf dem Zimmer, und es war schön leise in unserer Gegend und der Strand war auch nur ca. 700m entfernt. Besser gehts also gar nicht.
Fürs Abendessen ging es also erstmal an die Beach Promenade von Mirissa bei Nacht.
Da es ca. 10 -15 Restaurants und Bars gibt, ist es gar nicht so leicht sich zu entscheiden. Wir wählten mal ein etwas hübscheres Restaurant aus.
Das Essen war exzellent und wir haben mal unser Lieblings Essen schon nach ein paar Tagen gefunden „Seafood kotu rothi“. Auch das Preis Leistungs Verhältnis ist hier überragend da eine Meeresfrüchte Platte schon fast westeuropäische Preise mit 15€ annahm, aber dieses Gericht gerade mal ein 1/3 kostete und trotzdem reichlich mit Meeresfrüchten bestückt war. Generell kann man es vielleicht mit gebratenen Eierreis oder gerösteten Knödel vergleichen nur eben noch mit frischen Meeresfrüchten dazu.
Also sind wir nach 3 Tagen auch endlich so richtig angekommen in Sri Lanka und glücklich 🙂
Funfact: Der obligatorische Bäcker Tuk Tuk Ausliefer Sound von der Pianomelodie „Für Elise“. Wenn es euch mal nach Sri Lanka verschlägt bin ich mir 100% sicher dass euch dieser Sound auch begleiten wird. Gut zu wissen, dass der Bäcker nicht weit ist, wenn diese Melodie ertönt 🙂
_____
Ausflug nach Galle Fort
Die Ohren meiner Freundin waren nach unserem ersten richtigen Tauchgang noch immer etwas angeschlagen und um meine ware es auch nicht viel besser beschert nach den vielen Druckausgleich Versuchen. Daher beschlossen wir kurzerhand einen Tag Pause mit dem Tauchen zu machen und mal ein bisschen zu recherchieren wie das normalerweise ablaufen sollte bei einem PADI Kurs. Hier kamen dann auch schon die ersten Gedanken ob wir den Kurs nicht abbrechen sollten und daheim in Österreich unter kontrollierteren Bedingungen nachholen.
Die gewonnene Zeit wurde gleich mal verwendet um einen Abstecher nach Galle zu machen. Oder wie die Einheimischen meist sagen „Gohl“.
Damit die Strandbesuche nicht zu kurz kommen, waren wir bis 3 Uhr nachmittags noch am Strand und packten dann alles zusammen für den Trip nach Galle. Um das Bussystem in Sri Lanka auch mal zu testen, entschieden wir uns mal unser Glück bei einer der Haltestellen zu versuchen. Wie schon hier erwähnt, ist es nicht ganz leicht herauszufinden, wo welche Busse wann wohin fahren.
Von Mirissa nach Galle
Glücklicherweise ist Mirissa ein kleiner Hauptverkehrsknoten da der Matara Road genau durchgeht. Dieser ist quasi die Hauptstraße der südlichen Küstenregion. Mit ein bisschen nachfragen konnten wir herausfinden das ca. alle 15 Minuten ein Bus nach Galle geht, da Galle auf dem Weg nach Colombo liegt. Der Preis für das Ticket ist grandios mit ca 60 Rupien (ca. 0,40€) Und die Fahrt dauert ca. 45 Minuten von Mirissa nach Galle.
Ein Wort noch zu der Verkehrssituation in Sri Lanka. Da die Busse die größten Vehikel auf den Straßen sind, wird ihnen auch gehörig Respekt gezollt. Dementsprechend dynamisch / aggressiv ist auch die Fahrweise der meisten Busfahrer. Als Europäer muss man sich an die wilden Überholmanöver und Huporgien erst mal gewöhnen aber nach ein paar Tagen kommt einem das alles schon ganz normal vor.
Galle Fort
In Galle ist die Hauptbusstation gleich beim Hölländischen Markt (Dutch Market) der eigentlich sehr nahe zum Fort liegt. Man sieht das Fort eigentlich auch gleich wenn man ein bisschen Richtung Meer geht und nach ca. 1 km Fußmarsch kommt man an die gewaltigen Steinmauern.
Wie gesagt kamen wir nach ca. 10 Minuten zu Fuß beim Fort an. Nachdem es beim Holländischen Markt ganz schön gewußelt hatte und recht laut war, fühlt es sich innerhalb der hohen Mauern gleich wie auf einem anderen Planeten an, da alles gleich viel ruhiger ist.
Noch ein paar Facts zum Fort und Galle: Galle liegt an der Südwest Küste von Sri Lanka gleich in der Nähe der Backpacker Hochburg Hikkaduwa. Das Fort wurde 1588 von den Portugiesen gebaut und von den Holländern von 1649 an noch extrem zu einer richtigen Festung ausgebaut. Das Archeologische Department von Sri Lanka legt großen Wert darauf die Festung gut in Schuss zu halten und macht damit auch einen sehr guten Job.
Das erste was uns aufgefallen ist auf den Festungsmauern war, dass man ganz gut auf das Cricket Stadion sieht und wahrscheinlich gut gut das Spiel gratis von hier verfolgen könnte. Wäre interessant sich das man anzusehen. Im Fort selbst finden sich wunderschöne Kolonial Bauten und fancy Britische Teehäuser im imperialen Design. Art & Design ist generell ein großes Ding im Fort und viele Künstler haben sich hier eingemietet mit kleinen Ateliers und Shops.
Da es eine Restaurant Beschreibung im Lonely Planet gab für Galle Fort die uns besonders gut gefiel, sahen wir uns das Mama’s Restaurant etwas genauer an.
Wir orderten 2x Rice & Curry und es war wirklich exzellent. Das Ambiente war auch sehr stimmig und vom „Speiseraum“ im ersten Stock konnten wir gleich mal eine „Messe“ in der Moschee gegenüber mithören. So wie in ganz Sri Lanka ist es auch in Galle faszinierend, zu sehen wie einfach es sein kann alle Weltreligionen zu vereinen. Katholischen Kirchen, Islamischen Moscheen und Hindu Temple, alles wunderbar friedlich vereint.
Um wieder zurück nach Mirissa zu kommen nahmen wir ein TukTuk da wir nicht ganz sicher waren ob die Busse auch um 21:00 noch so regelmäßig verkehren wie am Nachmittag. Ein weiterer Faktor war auch das es nach heftigen Regen aussah und so ging es mit dem Tuk Tuk heim. Der Preis war mit ca. 1700 Rupien (ca. 12€) zwar nicht ganz billig, aber man muss sich ja ab und zu auch ein bisschen Luxus gönnen.
Die Entscheidung das Tuk Tuk zu nehmen wurde noch weiter belohnt da der Fahrer sehr gut Englisch konnte und uns endlich sehr viele Fragen zu Politik, Religion und Tourismus in Sri Lanka beantworten konnte. Auch über den Bürgerkrieg konnte er uns einiges erzählen. Im großen und ganzen also ein sehr informativer und schöner Ausflug den wir nur empfehlen können.
Hier noch Links zu Unterkünften in Galle oder gleich im Galle Fort.
_______
Surfen in Weligama
Am Nachmittag ging es für uns zurück nach Weligama um mal dort zu surfen. Die Location ist geradezu perfekt für Anfänger da die Welle ein superlanger Beach break ist und die Wellen in sehr angenehmen Abständen kommen und nur ca. 0,5- 1,5m hoch sind. Die Preise für Surfboards waren damals ca 300 Rupien für 1 Stunde (also ca. 2€). Die besten Wellen und Sets gibt es ca. zwischen 7-9 Uhr früh und um 17-18:00 am Abend.
Gleich in der Nähe der Surfhütten gibt es auch das Zentrum von Weligama und den Markt und einige Supermärkte.
Dort gibt es auch Käse aus Österreich importiert 🙂
Unser Tipp für Weligama, besser in Hotels in der Nähe des Marktes buchen, da hier viel weniger Verkehr ist, da ihr etwas weiter weg von der Straße seid, aber trotzdem nah zum Strand.
______
Von Mirissa nach Tangalle
Es war an der Zeit Mirissa lebe wohl zu sagen um noch mehr von Sri Lanka zu entdecken. Aber der Abschied fiel schon schwer, da es hier schon wunderschön war. Aber nichtsdestotrotz mussten wir weiter und zwar nach Tangalle. Nachdem wir ein bisschen recherchiert hatten, entschieden wir uns für die Fahrt mit dem Tuk Tuk für die ca. 1h 30min Fahrt. Anfangs waren wir zwar skeptisch aber der Fahrer schaffte es sogar unsere 2 Riesen Backpack Rucksäcke in das Tuk Tuk zu verfrachten und wir konnten sogar noch halbwegs bequem sitzen.
Wie schon bei allen anderen Fahrten zuvor, ändert sich die Szenerie laufend und man kann gar nicht genug davon kriegen einfach nur hinauszuschauen.
Während der Fahrt fragten wir den Fahren auch noch nach Sehenswürdigkeiten oder Highlights auf der Strecke (das sollte man immer fragen wenn man herumkutschiert wird). Und großartigerweise zeigte er uns den Dickwella Tempel auch Wewurukannala Vihara tempel gennant.
Der Dickwella Tempel und Tangalle
Nahe der Stadt Dickwella befindet sich eine der größten sitzenden Buddah Statuen in Sri Lanka. Sie ist ca. 50m hoch und das Besondere daran ist, dass man im Inneren über 8 Stockwerke bis nach ganz oben gehen kann. Im Inneren der Statue befinden sich hunderte Bilder die verschiedene Szenen im Leben des Buddah zeigen. Neben der riesigen Statue gibt es noch einen weiteren kleineren Tempel mit weiteren interessanten Statuen und Wandmalereien. Im inneren des kleinen Tempels war das Fotografieren auch erlaubt, und da gab es natürlich kein Halten mehr für uns.
Tangalle Unterkünfte direkt am Strand
In Tangalle checkten wir mal wieder was der Lonely Planet zu bieten hat und entschieden uns für Sandy’s Cabanas. Leider sind alle Unterkünfte inkl. Sandy’s nicht sehr leicht zu erreichen und geht es über Stock und Stein für gute 15 Minuten bis man das Ziel erreicht hat. Doch es zahlt sich definitiv aus. Die Strandhütten sind wirklich paradiesisch. Für die erste Nacht namen wir eine Strand Hütte möglichst nahe am Wasser, mussten aber bald feststellen, dass die Brandung an dieser Stelle doch recht laut ist. Und es etwas schwierig war zu schlafen. Also doch etwas zurück und weiter weg vom Strand für die nächsten Nächte. Der Strand in dieser Gegend ist generell fantastisch schön. Jedoch nur an wenigen Stellen wirklich zum schwimmen geeignet. Auch vor der Strömung sollte man Respekt haben, da es hier schon einige Unfälle gab. Glücklicherweise gibt es gleich am quasi hauseigenen Standabschnitt ein kleines natürliches Planschbecken und ca. 700m weit weg ein etwas größeres natürliches Wellenbad, da große Steine die wildesten Wellen blocken und man somit ungestört das Meer genießen kann.
Die anderen Strand Cabanas rundherum wirkten ebenfalls sehr schön und ein zwei mal haben wir uns bei den Spaziergängen schon gedacht, dass wir auch eine andere nehmen hätten können, doch der Vorteil von Sandy’s war, dass es Abends immer ein spitzenklasse BBQ Grill Fisch Buffet gab, das wir bei den anderen Unterkünften nicht gesehen haben. Sonst sollte man eher seine Cabana nach der Entfernung zum Stand auswählen (nicht zu nahe, also min 50m entfernt) und ob es genug Hängematten und Palmen gibt zum abhängen :). Das wars soweit mal vom Dickwella Temple und Tangalle. Hier noch die obligatorischen Links:
Unterkünfte in Tangalle und Sandy’s Beach cabanas.
_____
Tangalle
Wie schon zuvor erwähnt war es zwar eine sehr romantische Idee direkt am Strand zu schlafen, jedoch brechen die Wellen hier doch sehr lautstark und da wir nicht wirklich schlafen konnten mussten wir in eine anderen Strandhütte wechseln. hier mal die Aussicht von der ersten Hütte, die nur ca. 15m vom Meer entfernt war.
Bei unseren Spaziergängen entdeckten wir auch die anderen Strandhütten. Ganesh gardens Sah eigentlich noch mal besser aus als Sandy’s, obwohl es am Abend wirklich wunderschön war bei unserem Strandabschnitt. Doch bei den Ganesh Gardens gab es mehr Schatten und die Hängematten sahen auch verdammt gemütlich aus im Gegensatz zu unseren.
Unser Tipp wäre also immer nur eine Nacht im Voraus zu buchen und sich dann alle Unterkünfte in der Umgebung anzusehen um möglichst flexibel zu sein, falls einem eine andere Unterkunft noch mehr zusagt.
Wie auch schon im letzten Blogpost erwähnt fanden wir 2 gute Stellen um ein bisschen im Wasser herum zu plantschen, hier eingezeichnet.
Gleich hinter dem Strand beginnt die Rekawa Lagune. Hier kann man sich auch Boote ausborgen oder eine Tour mieten um sich die Tierwelt anzusehen. Aber da wir noch vorhatten den Udawalawe National Park zu besuchen, sparten wir uns die Tour und nutzen die Zeit um am wunderschönen Strand abzuhängen und möglichst viele King Coconuts zu konsumieren. Wenn man ein bisschen Geld sparen will beim Mittagessen lohnt es sich einfach den Strand entlang Richtung Tangalle zu marschieren. Dort finden sich einige Restaurants und Strandhütten die Essen zubereiten.
Tangalle selbst ist ein kleines Städtchen in dem man alles bekommen kann was man braucht. Jedoch waren wir eigentlich hauptsächlich am Strand unterwegs und in der Hängematte und eigentlich hängt man ja nur am Strand herum wenn man schon mal so ein Ambiente hat.
Hier noch ein paar Eindrücke von der Gegend und Sandy’s Beach cabanas
Und Fotos:
_______
Udawalawe National Park
Gestern Abend haben wir uns entschlossen am nächsten Morgen in den Udawalawe National Park aufzubrechen. Nach einigen Recherchen stellte sich heraus, dass es realtiv egal ist ob wir direkt in unserem Hotel buchen oder über andere Wege. Der Preis für uns beide für Transport zum National Park (ca. 1 1/2h eine Richtung) inkl Park Eintritt war im Endeffekt 18.000 Rupien (also ca. 120€).
Wenn man mehrere Person hat die mitfahren wir es etwas billiger da man das Taxi splitten kann. Aber auch 60€ pro Person, sind eigentlich nicht schlimm für eine Safari Tour.
Unser Fahrer transferierte uns bis zum Eingang des National Parks via Minivan. Dort stiegen wir dann um in einen Jeep von einem Guide des National Parks.
Die letzten paar Kilometer legt man dann mit dem Jeep zurück entlang eines riesigen künstlichen Sees. Nach weiteren 15 Minuten kommt man dann zum Ticket Office. Der Fahrer übernimmt dort dann meist den Rest und regelt alles offizielle. Um ca. 6:45 fuhren wir dann wirklich durch das Tor des Udawalawe National Park.
Die Touren im Nationalpark finden 2x pro Tag statt, am Vormittag und Nachmittag und dauern zwischen 3 und 3 1/2 h. Also praktisch einen Sonnenaufgangs und eine Sonnenuntergangs Safari. Wir waren am Morgen unterwegs und schon alleine die Luft und die Geräusche der erwachenden Tierwelt waren faszinierend.
Es war zwar etwas bewölkt und regnete zu Beginn noch leicht, doch gerade diese Atmosphäre war sehr interessant. Man fühlt sich wirklich ein bisschen wie im Dschungelbuch, besonders durch die beeindruckende Geräuschkulisse.
Glücklicherweise hatten wir den ganzen Jeep (der 6 Plätze hat) für uns zu zweit alleine. Daher konnte der Guide immer dort stehen bleiben wo es uns gerade am Besten gefiel. Unser Guide konnte sehr gut Englisch daher war es sehr cool sich mit ihm über die Gegebenheiten und Tierwelt im Park zu unterhalten. Beim Start der Safari sieht es noch ein bisschen nach einem Rennen aus, wenn 10-20 Jeeps gleichzeitig wegstarten, jedoch verläuft sich alles relativ schnell in den Weiten des Parks und man begenet nur alle 15 Minuten einem anderen Jeep.
Im Park sind auch sehr viele Einheimische unterwegs und Touristen waren klar in der Unterzahl 🙂 Und unsere neuen Lieblinge waren definitiv die Elefanten. Speziell beim Futter fassen könnte ich ihnen stundenlang zusehen. Oder auch einfach nur wenn sie vor einem marschieren, haha. Besonders diese Aufnahme erinnert mich total ans Dschungelbuch 🙂
Wir haben auch kurz überlegt direkt im Park zu übernachten aber entschieden uns dann doch extra hinzufahren. Falls ihr direkt in Parknähe übernachten wollt hier ein paar Tipps.
Schildkröten Aufzucht – Rekawa Beach:
Nachdem wir schon um 4:30 wach waren für die Safari, konnten wir am Abend auch noch die Schildkröten Brutstätten am Rekawa Beach ansehen. Es war ein bisschen hart aber da muss man halt durch. Wenn schon Wildlife Tag dann gleich richtig. Um 8 Uhr Abends kam unser Tuktuk und die Tour kostet ca. 1000 Rupien (ca. 7€) pro Person. Das Gesamt Geld geht an die Schildkröten Zucht um Strandabschnitte zurückzukaufen damit diese geschützt sind und die Schildkröten dort ihre Eier ablegen können. Wir hatten sogar Vollmond daher war es noch ein wenig spektakulärer am Strand entlang zu den Brutstätten zu wandern mit der Gruppe und dem Guide. Nach 15 Minuten erreichten wir eine Loggerhead (Unechte Karettschildkröte) Schildkröte. Diese werden 100-150 cm lang.
Der Guide und alle Personen die mitgekommen waren, waren höchst respektvoll und mit einem großen Sicherheitsabstand konnte man das Schauspiel des Verbuddelns der Eier beobachten. Das einzige erlaubte Licht, war die Infrarot Taschenlampe des Guides. Falls ihr also in der Nähe von Rekawa Beach seid, ist auch das einen Abstecher wert.
_____
Anreise zum Adams Peak durch die Hill country
Um ca. 11:00 vormittags checkten wir aus und machten uns auf zum Adams Peak / Sri Pada durch die wunderschöne Gegend der Hill Country (ich bleib hier bei Englisch weil sich Hügellandschaft einfach schräg anhört).
Wir recherchierten eine Weile um die Preise zu vergleichen, doch im Endeffekt waren alle Preise ca. gleich mit ca. 11.000 Rupien (also 80€). Unsere Fahrer fragte uns ob wir die schnelle Route mit 3-4 h nehmen wollten oder die Route mit ein bisschen mehr Sightseeing Potential die 5-6h dauert.
Die langsame Route zahlte sich total aus. Die Landschaft der Hill Country war einfach unglaublich beeindruckend und falls sich die Möglichkeit ergibt für euch diese Route zu wählen würden wir das stark empfehlen.
Wie man an den Bildern schon sieht, konnten wir kaum die Finger vom Auslöser lassen 🙂 Es fühlte sich an als würde hinter jeder Kurve ein neues Naturwunder warten.
Gleich nach der Abfahrt ändert sich die Gegend dramatisch. Von der Südküste weg geht es schon nach wenigen Kilomatern landinwärts mit den Reisfeldern los, die auch schon ab und zu ein paar Stufen haben wie man sie aus China und anderen Reishochburgen kennt. Dann kommen auch schon die ersten Hügel zum Vorschein und es geht langsam aber stetig bergauf. Wie schon erwähnt gäbe es auch eine schnellere Route über die Schnellstraße aber wir haben und bewusst für die längere Fahrt entschieden um mehr von der Landschaft zu sehen. Ab und zu ist es auf den engeren Bergstraßen auch recht spektakulär den Bussen zu begegnen, aber die Fahrer kennen die Strecken und finden für die Ausweichmanöver immer eine gute Option. Und man gewöhnt sich nach ein paar Schrecksekunden auch an alles (also den Verkehr hier). Nach etwas 2h ins Landesinnere der Hill Country kamen auch schon die ersten Teeplantagen zum Vorschein. Diese erheben sich über unzählige Terrassen von unten bis zu den Hügel/Bergspitzen. Echt eine Augenweide. Aber seht selbst bei den Fotos.
Hier ein paar Unterkünfte nahe Adams Peak.
Anreise zum Adams Peak Gallerie:
___
Aufstieg zum Adams Peak
Um möglichst nahe zum Aufstieg zum Adams Peak zu sein, versuchten wir eine Unterkunft recht nahe zum Berg zu bekommen. Es wurde das Gästehaus „The Green House“. Die Preise hier sind etwas höher als sonst in Sri Lanka, aber meist ist man auch nur 1 Nacht dort um den Berg zu besteigen. Nach unserer Ankunft erkundeten wir noch die Gegend und waren sehr erstaunt über das „Rummelplatz“ ähnliche Treiben. Hunderte Stände bieten sehr viel Krims Krams und Spielzeuge für Kinder an und billige warme Kleidung für die frostigen Temperaturen auf der Bergspitze.
Unser Plan war den Aufstieg um ca. 2:00 früh zu beginnen um ca. um 5:30 auf dem Berggipfel für den Sonnenaufgang um ca. 6:00 zu erreichen. Die Aufstiegsdauer variiert stark mit der Anzahl der Leuten die unterwegs sind, da es viele Passagen gibt die recht eng sind und man einfach hinter den langsameren hergehen muss. Daher unser Tipp:
!!! Auf keinen Fall zu einem Goya Day (Vollmond) gehen, und schon gar nicht wenn sonst noch ein andere religiöser Feiertag, wie der Nationalfeiertag ist.
Bei unserem Aufstieg waren ca. 50% Einheimische und ca. 50% Touristen unterwegs. Die Bergspitze ist ca. auf 2.243 m Seehöhe und der Weg ist recht gut ausgebaut und im oberen Drittel mit Steinstufen und Geländern ausgestattet. Einziges Manko ist, dass die Stufen recht unterschiedliche Höhen haben. Sehr cool ist auch das man ca. alle 15 Minuten ein Tea House hat zur Verpflegung und Rast. Hier gibt es alles was man so brauchen kann an Snacks, inkl. wärmenden Tee. Denn je weiter man rauf kommt desto kälter wird es.
Wir brauchten für den Aufstieg ca. 3 Stunden und legten dabei 5 kurze Stops ein. Es gibt mehrere Pfade nach oben, aber die Standardroute ist ca. 7 km lang, und diese haben auch wir gewählt.
Kurz vor dem Gipfel und dem Aussichtsplateau hat man auch noch einen letzten Tee Haus Stop der gut markiert ist. Falls man, wie wir, recht früh dran ist, kann man hier noch etwas Zeit absitzen bis zum Sonnenaufgang. In unserem Fall war der Sonnenaufgang um ca. 6:20 und es war schon ein recht magisches Spektakel dort oben die Sonne über die anderen Gipfel aufsteigen zu sehen. Wir können es auf jeden Fall nur jedem empfehlen.
Dann kommt leider der etwas schmerzhaftere Teil – der Abstieg. Da es sehr viele Stufen sind, wird wohl fast jeder der nicht ein Leistungssportler ist einen gehörigen Muskelkater davontragen. Aber die Experience ist den Schmerz wert 🙂
Nachdem wir um ca. 7:00 vom Gipfel wieder kosgestartet sind, waren wir ca. um 11:00 vormittags wieder unten im Dorf. Dann wurde noch kurz geduscht und ausgecheckt und weiter ging es mit Tuk Tuk und Bahn nach Nuwara Eliya.
Um genauer zu sein, mit dem Tuk Tuk nach Beruwela und dann dem Zug nach Nanu Oya (= Zugstation von Nuwara Eliya).
In Nuwara Eliya waren wir im King Fern Cottage , das wir sehr empfehlen können 🙂 Und es gibt einen Fahrer der euch auch vom Bahnhof abholt.
Fotos vom Sri Pada – Adams Peak
________
Einige Impressionen von der Zugfahrt
Fotos von der Zugfahrt von Nuwara Eliya nach Ella
_____
Fotos von Nuwara Eliya
____






















































































































