Donnerstag, 5.Februar 2015
Aufstieg zum Adams Peak
Um möglichst nahe beim Weg zum Gipfel des Adams Peak zu sein, übernachteten wir in einem kleinen Gästehaus namens „the green House“. Es war zwar etwas schäbig und gerade im Umbau, aber näher dran ging nicht, da wir nur ca. 20m entfernt waren vom Weg nach oben. Wir kamen ca. um 4 Uhr Nachmittags an und spazierten noch ein bisschen im Dorf herum. Sehr schräg war die Jahrmarkt /Kirtag Stimmung mit den ganzen Ständen und Unmengen von Krimskrams, Kindergeschenken und Süßigkeiten gepaart mit billiger Winterkleidung.
Unsere Theorie dazu war, dass die Eltern ihre Kinder mit einem kleinen Geschenk belohnen müssen wenn sie den doch sehr anstrengenden Weg nach oben und nach unten ohne viel Quengeln überstehen 🙂 Um fit zu sein für den Aufstieg in aller Früh, versuchten wir noch ein bisschen Schlaf zu bekommen und uns um 10 aufs Ohr zu hauen. Der Plan war den 3-4h Aufstieg um 2 Uhr früh zu starten um dann um ca. 5:30 früh den Sonnenaufgang zu sehen auf der Spitze des Berges.
Gaaaaanz wichtig zu wissen ist, dass die meisten Einheimischen zum Vollmond zum Sri Pada hinaufwandern und am Nationalfeiertag. Wir planten daher einen Tag nach Vollmond den Aufstieg zu machen. Da wir schon öfter gehört hatten das es so gut wie unmöglich ist überhaupt raufzukommen wenn Vollmond ist, dachten wir der Tag danach ist perfekt, da dann wahrscheinlich nicht viel los sein wird. Und genau so war es dann auch 🙂 Ca. 50 % Einheimische und ca. 50% Touristen waren mit uns unterwegs zur Spitze in 2.242m Seehöhe und damit der höchste Punkt Sri Lankas. Sehr interessant ist zu beobachten das sich hier Jung und Alt gleichermaßen auf den Weg macht, sowie einzelpersonen bis zu Familien mit 10 Mitgliedern und mehr. Der Pfad ist meist geplastert und besteht zu einem großen Teil aus richtigen Stufen und je weiter es nach oben geht desto mehr Geländer gibt es auch, da es immer steiler wird. Auch die Beleuchtung ist relativ gut und auch für Verpflegung ist reichlich gesorgt, da sich gefühlt alle 15 Minuten (oder 1km) eine Teehütte befindet. Die große Verpflegung kann man also getrost daheim lassen. Wichtig ist eher warme Kleidung für ganz oben, da hier der Wind dann doch schon recht frisch sein kann.
Für den gesamten Aufstieg benötigten wir ca. 3h, wobei wir ungfährt 5 Stops zu je 5 Minuten machten. Es gibt mehrere Routen nach oben aber die meistgewählte ist die die wir auch nahmen mit einer Länge von ca. 7 km.
Am Vortag hat uns eine Neuseeländerin noch von ihren Australischen Freunden erzählt die natürlich nichts mitbekommen haben von dem Vollmond Brauch und genau an diesem Tag hinauf wollten. Im Endeffekt brauchten sie 10h statt 3-4, und kamen am Schluss nicht mal ganz oben an weil es „Stau“ gab und nichts mehr ging.
Da wir sogar ein bisschen zu früh fast oben ankamen (ca. 5:30) konnten wir uns noch einen gemütlichen Tee gönnen im letzten Teehaus vor der Spitze.
Um ca. 6:20 war der Sonnenaufgang vorausgesagt, also schauten wir, dass wir um 6:00 schon in Position waren ganz oben.
Das Gefühl hier oben den Sonnenaufgang zu genießen mit ein paar hundert anderen Gleichgesinnten war schon sehr majestätisch.

Aber nach 45 Minuten war es dann doch etwas frisch und wir machten uns an den Abstieg. Nach dem Aufstieg denkt man noch, „war ja gar nicht so schlimm“, aber der harte Part kommt erst noch. Falls man kein professioneller Stufenläufer ist, werden einem spätestens bei der Hälfte wieder runter die Oberschenkel unmenschlich schmerzen. Da man die paar tausend (ca. 5500) Stufen ja auch wieder runter muss, haha.
Um ca. 11:00 kamen wir wieder unten im Guesthouse an. Dort gab es dann erst mal Frühstück und eine heiße Dusche, und dann noch ein bisschen Schlaf, bevor wir auscheckten und es weiterging nach Nuwara Eliya. Hier auch noch ein Tipp, falls ihr eine schöne Unterkunft habt beim Sir Pada würde ich empfehlen nach dem Abstieg noch einen Tag bzw. eine Nacht dort zu bleiben.
Für uns ging es per Tuk Tuk zuerst nach Beruwela und dann per Zug nach Nanu Oya (so nennt sich die Zugstation nahe Nuwara Eliya).
Am Bahnhof erwartete uns schon ein Fahrer von unserer nächsten Unterkunft, dem King Fern Cottage das wir sehr sehr empfehlen können.
























