Donnerstag 29 Jänner 2015
Tinis Ohren waren nach unserem ersten richtigen Tauchgang noch immer etwas angeschlagen und um meine ware es auch nicht viel besser beschert nach den vielen Druckausgleich Versuchen. Daher beschlossen wir kurzerhand einen Tag Pause mit dem Tauchen zu machen und mal ein bisschen zu recherchieren wie das normalerweise ablaufen sollte bei einem PADI Kurs. Hier kamen dann auch schon die ersten Gedanken ob wir den Kurs nicht abbrechen sollten und daheim in Österreich unter kontrollierteren Bedingungen nachholen.
Die gewonnene Zeit wurde gleich mal verwendet um einen Abstecher nach Galle zu machen. Oder wie die Einheimischen meist sagen „Gohl“.
Damit die Strandbesuche nicht zu kurz kommen, waren wir bis 3 Uhr nachmittags noch am Strand und packten dann alles zusammen für den Trip nach Galle. Um das Bussystem in Sri Lanka auch mal zu testen, entschieden wir uns mal unser Glück bei einer der Haltestellen zu versuchen. Wie schon hier erwähnt, ist es nicht ganz leicht herauszufinden, wo welche Busse wohin fahren.
Von Mirissa nach Galle
Glücklicherweise ist Mirissa ein kleiner Hauptverkehrsknoten da der Matara Road genau durchgeht. Dieser ist quasi die Hauptstraße der südlichen Küstenregion. Mit ein bisschen nachfragen konnten wir herausfinden das ca. alle 15 Minuten ein Bus nach Galle geht, da Galle auf dem Weg nach Colombo liegt. Der Preis für das Ticket ist grandios mit ca 60 Rupien (ca. 0,40€) Und die Fahrt dauert ca. 45 Minuten von Mirissa nach Galle.
Ein Wort noch zu der Verkehrssituation in Sri Lanka. Da die Busse die größten Vehikel auf den Straßen sind, wird ihnen auch gehörig Respekt gezollt. Dementsprechend dynamisch / aggressiv ist auch die Fahrweise der meisten Busfahrer. Als Europäer muss man sich an die wilden Überholmanöver und Huporgien erst mal gewöhnen aber nach ein paar Tagen kommt einem das alles schon ganz normal vor.
Galle Fort
In Galle ist die Hauptbusstation gleich beim Hölländischen Markt (Dutch Market) der eigentlich sehr nahe zum Fort liegt. Man sieht das Fort eigentlich auch gleich wenn man ein bisschen Richtung Meer geht und nach ca. 1 km Fußmarsch kommt man an die gewaltigen Steinmauern.
Wie gesagt kamen wir nach ca. 10 Minuten zu Fuß beim Fort an. Nachdem es beim Holländischen Markt ganz schön gewußelt hatte und recht laut war, fühlt es sich innerhalb der hohen Mauern gleich wie auf einem anderen Planeten an, da alles gleich viel ruhiger ist.
Noch ein paar Facts zum Fort und Galle: Galle liegt an der Südwest Küste von Sri Lanka gleich in der Nähe der Backpacker Hochburg Hikkaduwa. Das Fort wurde 1588 von den Portugiesen gebaut und von den Holländern von 1649 an noch extrem zu einer richtigen Festung ausgebaut. Das Archeologische Department von Sri Lanka legt großen Wert darauf die Festung gut in Schuss zu halten und macht damit auch einen sehr guten Job.
Das erste was uns aufgefallen ist auf den Festungsmauern war, dass man ganz gut auf das Cricket Stadion sieht und wahrscheinlich gut gut das Spiel gratis von hier verfolgen könnte. Wäre interessant sich das man anzusehen. Im Fort selbst finden sich wunderschöne Kolonial Bauten und fancy Britische Teehäuser im imperialen Design. Art & Design ist generell ein großes Ding im Fort und viele Künstler haben sich hier eingemietet mit kleinen Ateliers und Shops.
Da es eine Restaurant Beschreibung im Lonely Planet gab für Galle Fort die uns besonders gut gefiel, sahen wir uns das Mama’s Restaurant etwas genauer an.
Wir orderten 2x Rice & Curry und es war wirklich exzellent. Das Ambiente war auch sehr stimmig und vom „Speiseraum“ im ersten Stock konnten wir gleich mal eine „Messe“ in der Moschee gegenüber mithören. So wie in ganz Sri Lanka ist es auch in Galle faszinierend, zu sehen wie einfach es sein kann alle Weltreligionen zu vereinen. Katholischen Kirchen, Islamischen Moscheen und Hindu Temple, alles wunderbar friedlich vereint.
Um wieder zurück nach Mirissa zu kommen nahmen wir ein TukTuk da wir nicht ganz sicher waren ob die Busse auch um 21:00 noch so regelmäßig verkehren wie am Nachmittag. Ein weiterer Faktor war auch das es nach heftigen Regen aussah und so ging es mit dem Tuk Tuk heim. Der Preis war mit ca. 1700 Rupien (ca. 12€) zwar nicht ganz billig, aber man muss sich ja ab und zu auch ein bisschen Luxus gönnen.
Die Entscheidung das Tuk Tuk zu nehmen wurde noch weiter belohnt da der Fahrer sehr gut Englisch konnte und uns endlich sehr viele Fragen zu Politik, Religion und Tourismus in Sri Lanka beantworten konnte. Auch über den Bürgerkrieg konnte er uns einiges erzählen. Im großen und ganzen also ein sehr informativer und schöner Ausflug den wir nur empfehlen können.
Hier noch Links zu Unterkünften in Galle oder gleich im Galle Fort.
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